Shi = Finger. Atsu = Druck.
Shiatsu, wörtlich übersetzt Fingerdruck, ist eine junge Behandlungsform, die in Japan maßgeblich durch Shizuto Masunaga mitentwickelt wurde und sich zu einer eigenständigen, etablierten Behandlung entfaltet hat.
Auf fundiert anatomischer Grundlage begegnen sich im Shiatsu fernöstliche Heilweisen und westliche Manualtherapie.
Die Wurzeln von Shiatsu bilden tausende Jahre alte Lehren und Behandlungsformen, die sowohl mit den Erkenntnissen der modernen westlichen Medizin als auch mit den Prinzipien der traditionellen chinesischen Medizin verbunden wurden.
Ein zentrales Element davon ist das Meridiansystem — die Energieleitbahnen des Körpers, entlang derer in der Shiatsu-Behandlung gearbeitet wird.
Das übergeordnete Ziel von Shiatsu ist ein tiefgehender Ausgleich des gesamten Systems — der Muskeln, Organe, Emotionen und des Geistes. Denn ein ausgeglichener Organismus zeichnet sich durch starke Selbstheilungskräfte, spürbare Lebensenergie und erhöhte Vitalität aus.
Die Basis von Shiatsu bildet ein ganzheitliches Menschenbild, das den individuellen Lebensstil, die Ernährung, emotionale Befindlichkeit, mentale Ausrichtung und das soziale Umfeld miteinschließt — denn all das sind entscheidende Faktoren für die Gesundheit.
Jeder Zustand kann sich verändern, sofern die jeweiligen Bedingungen hierfür geschaffen werden.
Masunaga bezeichnete Shiatsu als „The King of Medicine".